Ratgeber Frettchenwissen

Anschaffung & Ausstattung

Frettchen sind sehr anspruchsvolle Tiere. Sie werden daher meist von Tierfreunden gehalten, die schon Erfahrungen mit Haustieren haben und wissen, dass jedes Tier andere, ganz artspezifische Bedürfnisse hat. 

Tipps für den Kauf von Frettchen

Bevor man sich für Frettchen entscheidet, sollte man Kontakt zu anderen Frettchenhaltern aufnehmen, um von deren Kenntnissen zu profitieren. Dann lernt man beispielsweise, dass sich Weibchen und Männchen nicht nur in der Größe unterscheiden, bei Männchen ist auch die Geruchsentwicklung deutlicher. Der Tierarzt gibt übrigens gerne Auskunft, wenn es um die oft empfohlene Kastration geht. Häufig kennen Frettchenhalter die Tiere bereits aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis und konnten sich so vorab ein Bild von den quirligen Tieren machen. 

Gesunde Frettchen findet man z.B. bei einem verantwortungsvollen Züchter. Adressen bekommt man vom Tierarzt, von Frettchenvereinen, aus dem Internet oder in der Zoohandlung. Auch in Tierheimen oder privaten Notstationen warten Frettchen auf ein liebevolles Zuhause. Frettchen sollten übrigens nicht allein gehalten werden – sie benötigen mindestens einen Artgenossen! 

Ein gesundes Frettchen erkennt man an:

  • dem ausgelassenen und munteren Verhalten 
  • einem dichten und sauberen Fell 
  • dem trockenen, warmen Näschen (frei von Ausfluss oder Schleim) 
  • den klaren Augen 
  • den sauberen Ohren
  • einer sauberen Afterregion

Checkliste für die Erstausstattung

Um sich so richtig wohlzufühlen, brauchen Frettchen neben Futter auch etwas Zubehör:  

  • Ein großes und geräumiges Frettchenheim, z.B. eine Vogelvoliere 
  • Artgerechte Einrichtungsgegenstände wie Tunnel und Höhlen
  • Futternäpfe, beispielsweise aus Edelstahl, sowie ein Trinkschälchen
  • Ein Schlafhäuschen mit Nistmaterial, z.B. Baumwolltüchern
  • Eine Katzentoilette mit nach innen gewölbtem Rand 
  • Geruchsbindende Toilettenstreu, z.B. Compact ultra speziell für Frettchen oder eine Katzenstreu von Vitakraft
  • Streuschaufel zum Entfernen von gebundenem Urin und Kot
  • Spielzeug zur Beschäftigung, z.B. ein Bällchen 
  • Transportbehälter für den Besuch beim Tierarzt
  • Hauptfutter für die tägliche Ernährung, z.B. Vitakraft Menü 

Haltung & Pflege

Die artgerechte Haltung ist die Grundlage für ein gesundes und glückliches Frettchenleben. Dazu gehören nicht nur ein großes Frettchenheim und artgerechte Ernährung, auch die Gesellschaft durch einen Artgenossen sowie viel Auslauf mit Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten sind von zentraler Bedeutung.

Fell- und Körperpflege 

Frettchen sind sehr reinlich und putzen sich mehrmals am Tag ausgiebig. Nur während des Fellwechsels kann man dies durch regelmäßiges Bürsten unterstützen.

Krallen 

Bei vielen Frettchen müssen die Krallen gelegentlich gekürzt werden. Der Tierarzt oder Züchter zeigt gern, wie man es richtig macht, denn zu tiefes Schneiden würde Blutgefäße verletzen.

Frettchenheim und Toilette 

Täglich wird verschmutzte Streu mit einer Schaufel aus der Toilette entfernt und frische Streu nachgefüllt. Einmal wöchentlich wird die Toilette zudem ausgespült und desinfiziert. Auch das Frettchenheim sollte einmal wöchentlich gesäubert und mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Dabei bitte keine scharfen Haushaltsreiniger verwenden, denn die Tiere haben eine empfindliche Nase!

Ernährung

Die Grundlagen der Ernährung

Frettchen sind domestizierte Nachfahren des europäischen Iltisses. Wie auch der Iltis ist ein Frettchen dem Wesen nach immer noch Jäger. Dadurch ist der Organismus auf die Verwertung von Fleisch und hochwertigen, leicht verdaulichen Proteinen spezialisiert.

Frettchen haben einen besonders kurzen Darm und somit auch eine kurze Verdauungszeit. Das Futter muss daher hochwertig und leicht verdaulich sein, denn schwer verdauliche Bestandteile verlassen den Körper unverwertet. 

Die kurze Verdauungszeit und der schnelle Stoffwechsel der Frettchen sind auch die Ursache dafür, dass die Tiere niemals hungern dürfen. Daher muss mehrmals täglich gefüttert werden. Am besten, Premium Menü steht den Tieren immer in angemessener Menge zur Verfügung.

Übrigens sind viele Katzen-Leckereien auch ideal für Frettchen geeignet!

Tipps für die Fütterung

  • Frettchen brauchen mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt 
  • Das Nassfutter immer zimmerwarm servieren 
  • Die Portionen bei Nassfutter so bemessen, dass keine Reste übrig bleiben 
  • Verderbliche Futterreste entfernen 
  • Die Näpfe nach jeder Mahlzeit waschen
  • Trockenfutter kann in angemessener Menge immer zur Verfügung stehen
  • Ständig frisches Trinkwasser anbieten

Verhalten & Eingewöhnung

Neue „Familienmitglieder“

Um die neuen Frettchen z.B. vom Züchter abzuholen, eignet sich am besten eine sichere Transportbox, die mit Streu und vielleicht einer kleinen Decke gut ausgepolstert ist. 

Sind die Tiere im vorbereiteten Frettchenheim angekommen, so sollten sie zunächst möglichst nicht gestört werden, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen können. Je nach Verhalten und Charakter der Tiere kann man nach einigen Stunden oder einem Tag mit der engeren Kontaktaufnahme beginnen – und den Tieren den ersten Auslauf gewähren. Ideal ist hierfür ein Zimmer mit nicht zu vielen Möbeln und begrenzten Versteckmöglichkeiten. Es sollte auf jeden Fall immer eine Katzentoilette vorhanden sein. 

Mit Frettchen Freundschaft schließen

Die meisten Frettchen sind neugierig und überhaupt nicht scheu. Der erste Kontakt ist daher schnell aufgenommen. Mit den richtigen Leckerbissen und Spielen kann daraus schon nach kurzer Zeit eine Freundschaft werden.

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