Ratgeber Farbratten

Anschaffung & Ausstattung

Ratten sind aktive und intelligente Tiere, mit denen es nie langweilig wird. Aber auch die Tiere selbst mögen keine Langeweile: Ratten brauchen daher Gesellschaft von Artgenossen, ein geräumiges Heim und abwechslungsreiche, immer neue Spiel- und Klettermöglichkeiten.

Checkliste für die Erstausstattung

  • Ausreichend großes Tierheim
  • Standsicherer, abwaschbarer Futternapf
  • Heuraufe für die tägliche Heuration
  • Tränke mit frischem Wasser oder Vitakraft Nager-Trank 
  • Schlafhäuschen zum Schlafen und Ausruhen
  • Naturäste, Kletterseile und kleine Leitern zum Klettern 
  • Zum Spielen und für die wichtige Beschäftigung: Pappröhren, Holzwippen, Schaukeln usw.
  • Nagerstein für die lebenswichtige Mineralienversorgung, z. B. VITA Fit® Mineralstein für Nager
  • Polstermaterial, beispielsweise Stoffreste oder Heu aus dem VitaVerde® Programm 
  • Weiche, saugfähige Einstreu, z.B. Kleintier-Streu aus Holzspäne oder Farmer´s Strohstreu aus pelletiertem Stroh
  • Hauptfutter, wie beispielsweise Vitakraft VITA® Special oder Menü Vital
  • Vitakraft Kräcker® zur Beschäftigung und Zahnabnutzung

Tipps für den Kauf von Farbratten

Ratten kann man heute in vielen Zoofachgeschäften oder direkt beim Züchter bekommen. Auch in den Tierheimen warten viele Ratten auf ein neues Zuhause. Oft werden Züchtungen in vielen unterschiedlichen Farbschlägen angeboten. Beim Kauf sollte der neue Mitbewohner mindestens 4-6 Wochen alt sein.

Eine gesunde Ratte erkennt man an:

  • ihrem neugierigen, munteren Verhalten
  • den klaren, glänzenden Augen
  • einem sauberen Fell 
  • einer sauberen Afterregion

Der richtige Standort für das Rattenheim

Ideal für das Rattenheim eignet sich ein ruhiger, heller Platz. Da die Tiere keine große Hitze vertragen, darf das Heim aber nicht in der prallen Sonne stehen. Ratten können sich leicht erkälten, daher muss besonders darauf geachtet werden, dass am Standort des Rattenheims keine Zugluft herrscht.

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Haltung & Pflege

Ratten brauchen Artgenossen, um glücklich zu sein. Daher sollte man immer mindestens zwei dieser Tiere halten. Dafür eignen sich sowohl zwei Tiere des gleichen Geschlechts als auch ein Pärchen – wobei man den Bock zur Vermeidung von unerwünschtem Nachwuchs kastrieren lassen kann. Müssen zwei fremde Ratten aneinander gewöhnt werden, sollte man behutsam vorgehen und die Tiere anfangs genau beobachten.

Körperpflege und Gesundheitsvorsorge

Mehrmals täglich beschäftigen sich die reinlichen Ratten intensiv mit der Körperpflege. Dabei benötigen sie normalerweise keine menschliche Unterstützung. Viele Ratten nehmen aber im Sommer gerne ein erfrischendes Bad: Füllen Sie dazu eine flache Schüssel mit lauwarmem Wasser. Während des Herumplanschens sollten Sie die Ratten nicht unbeaufsichtigt lassen! Hinterher muss jedes Tier gut abgetrocknet und vor Zugluft geschützt werden, damit es sich nicht erkältet.

Krallen und Zähne

Typisch für alle Nager sind die stetig nachwachsenden Nagezähne. Für den notwendigen Abrieb braucht die Ratte extraharte Knabbereien wie beispielsweise den Kräcker® von Vitakraft. 

Wenn die Krallen zu lang werden, müssen sie vom Tierarzt gekürzt werden. Um dies von vorneherein zu vermeiden, legen Sie am besten einen Stein oder eine raue Fliese in das Nagerheim, an dem die Tiere ihren Krallen wetzen können.

Das Rattenheim

Ausstattung des Rattenheims

Ratten toben und klettern leidenschaftlich gern, deshalb sollte das Rattenheim möglichst groß sein. Auf mehreren Ebenen, die durch Leitern, raue Kletterseile oder Naturäste miteinander verbunden sind, fühlen sie sich besonders wohl. Übrigens sollte man die Spiel- und Klettergeräte hin und wieder austauschen, um immer wieder für neue Anregung zu sorgen.

Standort des Rattenheims 

In einer geschützten Zimmerecke, frei von Zugluft und grellem Sonnenlicht, steht das Rattenheim genau richtig. Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. 

Reinigung des Rattenheims

Ratten mögen ein sauberes Heim. Futternäpfe und Trinkautomat werden daher am besten täglich mit klarem Wasser gereinigt. Zweimal wöchentlich sollte die Bodenschale mit heißem Wasser ausgewaschen und die Einstreu komplett erneuert werden. Auch das Polstermaterial im Schlafhäuschen wird kontrolliert und evtl. ausgewechselt. Gitterstäbe, Spielgeräte, Kletteräste und sonstiges Zubehör bei Bedarf säubern. Bitte auf keinen Fall scharfe Haushaltsreiniger verwenden!

Auslauf

Für Überraschungen ist die Ratte immer zu haben. Auch beim regelmäßigen Freilauf in der Wohnung wünscht sie sich viel Abwechslung: Ihre Intelligenz will gefordert werden! Sie wühlt zum Beispiel liebend gern in einer Sandkiste herum und sucht darin nach versteckten Leckerbissen. Oder man baut ihr einen richtigen Abenteuerspielplatz bzw. einen Parcours mit Leitern, Röhren, Strickleitern und Mini-Hängematten.

Ernährung

Grundlagen der artgerechten Ernährung

Die Grundnahrung der zahmen Farbratten besteht größtenteils aus Getreide, Saaten, Nüssen und Gemüse, aber auch etwas tierische Proteine dürfen nicht fehlen. Als echte Feinschmecker sind die Tiere aber auch richtig heiß auf Leckerbissen zwischendurch.

Ratten sind  Allesfresser – was aber nicht bedeutet, dass sie mit Resten gefüttert werden dürfen! Für ihre Gesundheit benötigen sie genau wie alle anderen Haustiere eine abwechslungsreiche und artgerechte Ernährung, die alles enthält, was das Tier für die tägliche Power braucht: kerniges Getreide, leckere Früchte, hochwertige Proteine, Mineralien & Vitamine. Außer gesundem Futter brauchen Ratten täglich frisches Trinkwasser und für ihre lebenslang wachsenden Nagezähne immer etwas zum Nagen.

Futterarten

Hauptfutter:
Ein Hauptfutter, wie das bewährte Menü Vital für Ratten, deckt den Grundbedarf der Ratten an Nährstoffen

Raufutter: 
Raufutter besitzt einen hohen Anteil an Faserstoffen. Da diese Faserstoffe langes Kauen erfordern, werden die Zähne gepflegt und die Tiere zugleich beschäftigt. Zum Raufutter gehören beispielsweise VitaVerde® Alpen-Wiesenheu, VitaVerde® Nature Plus Heumischungen z.B. mit Pfefferminze oder auch der Natur Snack Emotion® Nature Special

Kräcker®: 
Die leckeren Knabberstangen erfüllen gleich mehrere Funktionen: Die Tiere müssen sich ihr Futter wie in der Natur erarbeiten. Das ist gut gegen Langeweile und beschäftigt die Ratten ganz artgerecht. Das Beknabbern der harten Kräcker® fördert zudem den Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne und unterstützt so deren Pflege 

Leckereien:
Snacks, wie die beliebten Drops, dienen vor allem der Belohnung und sind eine wertvolle Hilfe bei der Zähmung und Gewöhnung

Nahrungsergänzung:
Ergänzungsfuttermittel dienen der Stärkung und dem Aufbau, wie beispielsweise VITA Fit® Nager-Wohl und  VITA Fit® Nager-Elixier. Sie decken den besonderen Bedarf in bestimmten Lebenssituationen, z.B. im Wachstum, nach Krankheit, bei besonders aktiven Tieren, während der Trächtigkeit usw.

Tipps zur Fütterung

  • Zu festen Zeiten füttern, am besten morgens und abends
  • Abwechslungsreich ernähren
  • Grünfutter in einem Extra-Napf anbieten
  • Täglich frisches Trinkwasser oder Nager-Trank bereitstellen
  • Für den notwendigen Abrieb der Nagezähne brauchen Ratten immer etwas Hartes zum Nagen, z.B. Kräcker®
  • Frischfutterreste und welkes Grün täglich entfernen
  • Süßigkeiten oder Essensreste können zu Erkrankungen führen

Verhalten & Eingewöhnung

Ratten sind kleine Individuen, die zurückhaltend, aber auch extrem neugierig sein können. Mit etwas Geduld und liebevoller Zuwendung werden die intelligenten Tiere aber meist sehr zahm und zutraulich. Haben Ratten erst einmal Vertrauen entwickelt, lassen sie sich gerne streicheln und klettern neugierig auf ihren Bezugspersonen herum.

Eingewöhnung

Nach der Ankunft im neuen Zuhause brauchen Ratten zunächst etwas Ruhe. Wenn die Tiere nicht mehr schreckhaft reagieren und ihre Umgebung bereits neugierig erkunden, kann man mit der Kontaktaufnahme beginnen.

Verhalten mit Artgenossen

Ratten sind außergewöhnlich lernfähig und anhänglich. Als Rudeltiere mit einem hoch entwickelten Sozialbewusstsein helfen sich Ratten gegenseitig bei der Fellpflege und kuscheln sich zum Schlafen gern ganz dicht aneinander. Das Sozialverhalten und die hohe Intelligenz sind ganz bemerkenswerte Eigenschaften der Ratten – die sie zu wunderbaren Haustieren machen.

So werden Farbratten zahm

Als echte Individuen reagieren Ratten von Tier zu Tier unterschiedlich. Ein Patentrezept zur Gewöhnung und Zähmung gibt es daher nicht. Viele Ratten sind so neugierig, dass sie selbst auf den Menschen zukommen und Kontakt suchen. Bei anderen muss der Mensch behutsam die Initiative ergreifen. Für besonders scheue Tieren hat es sich bewährt, zunächst ein altes, getragenes Kleidungsstück, z.B. eine Socke, als Nistmaterial in das Rattenheim zu legen, damit die Tiere sich an den Geruch des Menschen gewöhnen.

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