Degu, Mäuse und Streifenhörnchen

Kleine Nager – große Freude

Mit Hilfe der Porträts können Sie Degu, Mäuse und Streifenhörnchen mittels Bildern und einer kurzen Beschreibung kennen lernen. Sie vermissen Ihren Lieblings-Nager? Dann schreiben Sie uns und senden Sie am besten gleich ein schönes Foto mit! Unsere Porträts werden fortlaufend erweitert.

Mongolische Rennmaus

Mongolische Rennmaus

Mongolische Rennmaus

Andere Namen

Mongolische Wüstenrennmaus

Wissenschaftlicher Name

Meriones unguiculatus

Äußere Erscheinung

Neben den wildfarbenen, graubraunen Tieren gibt es Mongolische Rennmäuse heute auch in vielen anderen Farben – und sogar gescheckte Tiere. Die Hinterbeine des Nagers sind fast dreimal so lang wie seine Vorderbeine und ermöglichen dem Tier dadurch sehr weite Sprünge. Gewicht: bis ca. 120 g, Größe: ca. 10 bis 13 cm (ohne Schwanz), Tragezeit: 24 bis 26 Tage, Wurfgröße: 3-8 Jungtiere, Geschlechtsreife: 40 bis 85 Tage

Herkunft

Die Mongolische Rennmaus stammt aus den Steppen der Mongolei und angrenzender Gebiete. In Familiengruppen bewohnen die Tiere dort weitverzweigte Tunnelsysteme.

Verhalten

Mongolische Rennmäuse sind sehr gesellige Tiere, die sich immer wieder gegenseitig putzen oder miteinander kuscheln. Die aufmerksamen Nager haben ein neugieriges und wachsames Wesen.

Ernährung

Die Hauptnahrung der Rennmäuse sollte aus einer feinen Saatenmischung bestehen, die beispielsweise Hirse enthält. Daneben wird frisches Obst und Gemüse gegeben. Gelegentlich mögen Rennmäuse auch etwas tierische Kost, z.B. Joghurt oder einen Mehlwurm.

Pflege

Rennmäuse sollten nicht einzeln gehalten werden. Fremde Artgenossen werden jedoch unter Umständen sehr heftig attackiert, so dass man sie sehr vorsichtig aneinander gewöhnen muss. Dies geht am besten auf neutralem Territorium, also in einem neuen Nagerheim, das noch von keinem Tier markiert wurde. Andere Methoden sind die Verwendung einer Kennenlern-Box, die zu klein zur Revierbildung ist. Das Mäuseheim sollte Gelegenheit zum ausgiebigen Graben und Klettern bieten.

Besonderheiten

Das Zusammenleben mit Mongolischen Rennmäusen ist relativ unkompliziert. Für ihre Fellpflege benötigen Rennmäuse jedoch regelmäßig die Gelegenheit zu einem Sandbad. Hierzu stellt man täglich eine flache Schale mit Badesand in das Rennmausheim. Nach dem Bad sollte die Schale am besten jedoch wieder herausgenommen werden, da sie sonst als Toilette verwendet und verschmutzt wird.

Farbmaus

Farbmaus

Farbmaus

Andere Namen

Besondere Zuchtformen in Farbe, Haarlänge und -struktur werden oft unter eigenen Namen gehandelt, z.B. Lockenmaus oder Siammaus. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich bei der Farbmaus sowie allen Farb- und Fellvarianten um Varietäten der Grauen Hausmaus.

Wissenschaftlicher Name

Mus musculus

Äußere Erscheinung

Die Farbmaus erhielt ihren Namen aufgrund ihrer zahlreichen Farbvarianten. Es gibt sie in den verschiedensten Tönen, gescheckt oder einfarbig. Auch langhaarige und Tiere mit lockigem Fell werden gezüchtet. Wesentliche Merkmale der Farbmäuse sind ein langer Schwanz und große Ohren. Gewicht: 50 bis 60 g, Größe: bis ca. 9 cm (ohne Schwanz), Tragezeit: 18 bis 24 Tage, Wurfgröße: bis zu 20 Jungtiere, Geschlechtsreife: 35 bis 40 Tage

Herkunft

Die Farbmaus stammt von der Grauen Hausmaus ab. Diese lebte ursprünglich in Ostasien. Als so genannter Kulturfolger ist sie heute aber überall anzutreffen, wo Menschen leben. Früher wurden Mäuse hauptsächlich als Labortiere gehalten, heute sind es auch beliebte Heimtiere.

Verhalten

Mäuse sind muntere und soziale Haustiere. Mit ihrer Intelligenz und Neugierde können sie viel Freude bereiten.

Ernährung

Die Hauptnahrung der Mäuse besteht aus einer feinen Saatenmischung. Aber auch frisches Saftfutter, also Obst und Gemüse, sollte nicht fehlen. Als Beifutter kann man gelegentlich etwas tierische Kost geben, z.B. Joghurt oder einen Mehlwurm.

Pflege

Mäuse sind gesellige Tiere, die nicht einzeln gehalten werden sollten. Außerdem brauchen sie eine abwechslungsreiche, anregende Umgebung in einem geräumigen Nagerheim, Beschäftigung und Freilauf, der aber immer gesichert und gut beaufsichtigt werden sollte.

Besonderheiten

Mäuse sind Spezialisten darin, sich auch durch engste Zwischenräume zu drängen. Es ist daher sehr wichtig, dass das Zuhause Ihrer Mäuse wirklich als Mäuseheim geeignet ist. Die Querverstrebungen dürfen beispielsweise nicht zu weit auseinander liegen. Besonders gut geeignet sind daher auch Terrarien. Dabei müssen Sie aber auf gute Belüftung achten.

Degu

Degu

Degu

Andere Namen

Trugratte

Wissenschaftlicher Name

Octodon degus

Äußere Erscheinung

Bei den Degus sind die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine und ermöglichen den kleinen Nagern kräftige Sprünge. Die natürliche Tarnfarbe der Degus ist Graubraun mit dunklen Haarspitzen und hellem Bauch. Andere Farben, bekannt sind Albinos und blaue Tiere, kommen nur äußerst selten vor. Gewicht: 200 bis 220 g, Größe: 15 bis 20 cm (ohne Schwanz), Tragezeit: ca. 90 Tage, Wurfgröße: bis zu 10 Jungtiere, Geschlechtsreife: ca. 3 Monate

Herkunft

Die Degus stammen aus Chile, wo die geselligen Nager in Familiengruppen unterirdische Bauten bewohnen. Als Haustier ist das Degu noch vergleichsweise selten, wird aber immer beliebter.

Verhalten

Degus sind sehr soziale Tiere mit großem Nagetrieb. Sie sind neugierig, aber auch wachsam. Obwohl Degus keine ausgesprochenen Streicheltiere sind, können sie sehr zutraulich werden.

Ernährung

Degus sind reine Pflanzenfresser, deren natürliche Nahrung karg und sehr faserreich ist. Entsprechend sollte auch die Fütterung in der Heimtierhaltung sein. Heu und eine spezielle, pflanzliche Futtermischung dienen als Hauptnahrung. Eine ideale Ergänzung sind z.B. aromatische Kräuter und etwas Gemüse.

Pflege

Die geselligen und sehr sozialen Degus sollten nie allein gehalten werden. Allerdings kann es selbst unter Tieren, die sich schon lange kennen und verstehen, zu Rangkämpfen kommen. Werden diese zu heftig, so müssen die Tiere vorübergehend getrennt werden, sollten aber keinesfalls dauerhaft alleine bleiben. 

Besonderheiten

Degus sind leidenschaftliche und vor allem leistungsstarke Nager, die mit ihren Zähnen Erstaunliches vollbringen. Das Deguheim muss daher besonders „nagesicher“ sein. Ein handelsübliches Nagerheim könnte unter Umständen auf Dauer nicht standhalten und sollte regelmäßig auf Nageschäden kontrolliert werden. Als Deguheim sehr gut geeignet sind daher große Terrarien, die viel Platz zum Springen und Klettern bieten.

Sibirisches Streifenhörnchen

Sibirisches Streifenhörnchen

Sibirisches Streifenhörnchen

Andere Namen

Burunduk, mehrere Unterarten mit den Bezeichnungen Asiatisches, Eurasisches, Japanisches oder Koreanisches Streifen- oder Erdhörnchen

Wissenschaftlicher Name

Eutamias sibiricus

Äußere Erscheinung

Mit ihren runden Knopfaugen haben Sibirische Streifenhörnchen ein sehr niedliches Aussehen. Sie haben als Grundfarbe einen bräunlichgrauen bis ockergelben Rücken mit fünf schwarzbraunen Streifen, denen sie ihren Namen verdanken. Streifenhörnchen besitzen Backentaschen, in denen Sie Nahrung sammeln können. Von Kopf bis Rumpfende werden ausgewachsene Streifenhörnchen von 12 bis 17 Zentimeter lang. Gewicht: ca. 90 bis 130 g, Größe: bis 25 cm (mit Schwanz), Tragezeit: 30 bis 35 Tage, Anzahl der Jungen pro Wurf bis zu 10, Geschlechtsreife: mit ca. 11 Monaten

Herkunft

Waldgebiete von Nordjapan über Sibirien bis in den europäischen Teil Russlands

Verhalten

Die bewegungsfreudigen Streifenhörnchen sind sehr gute Kletterer und Springer. Bei artgerechter Haltung zeigen sie sich munter und neugierig.

Ernährung

Die Tiere benötigen eine gemischte Kost aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen – wobei die pflanzliche Kost aus Saaten, Obst, Gemüse und Nüssen deutlich überwiegen sollte. Als tierisches Beifutter eignen sich z.B. Joghurt oder Mehlwürmer.

Pflege

Das Streifenhörnchen ist ein echtes Wildtier und wurde nicht gezielt zum Heimtier gezüchtet. Dies sollte bei der Haltung berücksichtigt werden. Es braucht daher eine besonders artgerechte und naturnahe Umgebung, z.B. in einer großen Voliere. Freilauf in der Wohnung ist für die Tiere ein großer Spaß, ist aber nur für handzahme Streifenhörnchen und unter Aufsicht zu empfehlen. In der Natur leben die Tiere in lockeren Familienverbänden. In der Heimtierhaltung kann die hierfür notwendige Reviergröße meist nicht erreicht werden – daher empfiehlt sich eher die Einzelhaltung. Paarhaltung ist gelegentlich möglich.

Besonderheiten

In der freien Wildbahn halten Streifenhörnchen eine Winterruhe – je nach Temperatur von Oktober bis April. Zwischendurch wachen sie allerdings mehrmals auf und fressen von zuvor versteckten Vorräten. In der Wohnungshaltung werden die Tiere zur Winterzeit meist nur etwas ruhiger.

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