Ratgeber Pflanzenfresser

Anschaffung & Ausstattung

Reptilien sind faszinierende und auch anspruchsvolle Tiere. Das Verhalten, die Gestaltung des Lebensraums, die Zucht und viele andere Aspekte sind besonders vielseitig und erscheinen oft richtig exotisch. Die Haltung dieser Tiere ist daher ein ganz besonderes Hobby – für Menschen mit echtem Tierverstand.

Tipps für den Kauf

Viele Reptilienhalter lernen diese Tiere auf Ausstellungen oder im Freundes- oder Bekanntenkreis kennen und sammeln so ihre ersten Erfahrungen. Diese Kontakte sind auch eine große Hilfe, wenn man sich für die eigenen Traumtiere entscheiden möchte.

Gesunde Reptilien findet man z.B. bei einem verantwortungsvollen Züchter. Adressen solcher Züchter bekommt man vom Tierarzt, von Terraristikvereinen, aus dem Internet oder in der Zoohandlung. Weitere Möglichkeiten sind natürlich das Tierheim oder private Notstationen: Dort warten nicht nur Hunde, Katzen und Meerschweinchen, sondern auch Reptilien auf ein artgerechtes Zuhause.

Eines der beliebtesten pflanzenfressenden Reptilien ist sicherlich die Griechische Landschildkröte. Für deren Haltung sind behördliche Formalitäten nötig, da es sich um eine geschützte Art handelt. Ein erfahrener Halter kann hier Tipps geben und auch die Möglichkeiten der Innen- und Außenhaltung sowie das Winterquartier ganz praktisch zeigen.

Ein gesundes Reptil erkennt man an

  • arttypischem Verhalten, daher vorher unbedingt über die Art informieren
  • einer unverletzten Haut, Schuppen, Panzer 
  • Augen und Nase, die frei sind von Ausfluss oder Schleim
  • den klaren Augen 
  • einer sauberen Afterregion

Checkliste für die Erstausstattung

Um sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben, brauchen Reptilien neben artgerechtem Futter auch verschiedenes Zubehör:

  • Ein großes Reptilienheim, z.B. ein Terrarium oder Freigehege
  • Artgerechte Einrichtungsgegenstände, z.B. Tunnel, Höhlen, Futternäpfe, Trinkschälchen
  • Geeigneter Bodengrund
  • Transportbehälter für den Besuch beim Tierarzt
  • Hauptfutter für die tägliche Ernährung
  • Je nach Art technische Ausstattung für die notwendigen Lebensbedingungen, Heizung, UV-Lampe usw.

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Haltung, Pflege & Hygiene

Die artgerechte Haltung ist neben der Ernährung die Grundvoraussetzung für ein langes und gesundes Reptilienleben. Dabei sind ein großes Heim und die arttypischen Grundbedingungen, wie z.B. Temperatur und Luftfeuchte, besonders hervorzuheben.

Körperpflege

Reptilien haben zumeist noch ein sehr natürliches und unverfälschtes Verhalten. Für ihre Körperpflege sorgen sie daher selbst. Die wichtigsten Faktoren für gesunde Haut, Panzer usw. sind die Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen sowie artgerechte Umgebungsbedingungen, z.B. UV-Licht und Temperatur. Eine regelmäßige Kontrolle dieser Werte ist sehr wichtig, damit Sie auftretende Probleme rechtzeitig erkennen.

Reptilienheim und Hygiene

Futterreste und Kot werden täglich aus dem Reptilienheim entfernt. Diese könnten sonst Nährboden für Krankheitskeime sein und Insekten anlocken. Je nach Haltungsform wird das Reptilienheim ca. einmal wöchentlich gründlich gesäubert, z.B. der Bodengrund ausgetauscht oder die Einrichtungsgegenstände gereinigt. Dabei keine scharfen Haushaltsreiniger verwenden!

Ernährung

Die Grundlagen der Ernährung

Herbivore – also pflanzenfressende – Reptilien sind in hohem Maß an die Verwertung von Blättern, Gräsern, Früchten, Saaten usw. angepasst. In der Natur fressen die meisten dieser Tiere zwar hin und wieder auch einmal ein Insekt oder andere tierische Kost. Es handelt sich dabei aber eher um eine Ausnahme. Eine Überversorgung mit tierischem Protein kann bei Pflanzenfressern problematisch sein und z.B. zu Organschäden oder Knochenerkrankungen führen.

Mit Vita Terra® Reptile Special gibt es ein Hauptfutter, das mit seiner ausgewogenen Zusammensetzung eine perfekte Grundlage für die Ernährung vieler herbivorer Reptilien bildet. Je nach Tierart wird zudem noch Frischfutter gefüttert. Auch Zusatzprodukte zur Mineralienversorgung sollten nicht fehlen.

Tipps für die Fütterung

  • Artgerechte Mengen und Portionen füttern 
  • Das Futter immer zimmerwarm servieren 
  • Verderbliche Futterreste nach der Fütterung entfernen 
  • Die Näpfe nach jeder Mahlzeit waschen
  • Ständig frisches Trinkwasser anbieten

Verhalten & Eingewöhnung

Neue „Familienmitglieder“

Um die neuen Mitbewohner z.B. vom Züchter abzuholen, eignet sich am besten eine sichere Transportbox. Große Temperaturunterschiede sollten beim Umzug unbedingt vermieden werden.

Sind die Tiere im vorbereiteten Reptilienheim angekommen, möchten sie zunächst möglichst wenig gestört werden, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen können. Je nach Art, Verhalten und Charakter beginnt man nach einem oder auch erst mehreren Tagen mit einer vorsichtigen Kontaktaufnahme. Mit leckeren „Bestechungsmitteln“ wie beispielsweise einem Stück Obst oder einem frischen Salatblatt verlieren die Tiere bald ihre Scheu.

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