Exoten im Porträt

Fliegende Pracht

Ob Japanisches Mövchen oder Beo: In unseren Porträts haben wir die wichtigsten Daten beliebter Exoten und Weichfresser für Sie zusammengetragen. Sie besitzen einen Vogel, der hier noch nicht vorgestellt wird? Dann schreiben Sie uns und senden am besten direkt ein schönes Foto mit! Denn: Unsere Porträts werden fortlaufend erweitert.

Ratgeber

Von „Anschaffung“ bis zu „Verhalten“, finden Sie hier nützliche Tipps und Tricks rund um die Haltung von exotischen Vögeln.

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Beo

Beo

Beo

Andere Namen

Es gibt viele Unterarten, von denen die nachfolgenden am häufigsten als Heimvögel gehalten werden: Großer Beo (Gracula religiosa religiosa), Mittlerer Beo oder Mittelbeo (Gracula religiosa intermedia) und Kleiner Beo (Gracula religiosa indica).

Wissenschaftlicher Name

Gracula religiosa

Äußere Erscheinung

Beos haben ein schwarzes Gefieder, das fast wie lackiert wirkt. An ihrem Kopf und Nacken tragen sie ein gelbes Band aus fleischigen Lappen. Krallen und Schnabel sind leuchtend orange. Größe: je nach Unterart 25 bis 35 cm, Gelegegröße: 2 bis 3, Brutdauer: 14 Tage, Jungtiere sind mit ca. 5 Wochen flügge, werden aber zunächst weiter von den Eltern gefüttert.

Herkunft

Lichte Urwälder mit Baumriesen und Dickichte in Südostasien: von Vorder-Indien, Sri Lanka und Indonesien bis nach Südchina

Verhalten

Beos sind sehr intelligente und gesellige Vögel, die monogam leben und recht wählerisch bei der Partnerwahl sind. Dies erschwert die Zucht. Erstaunlich ist ihr Nachahmungstrieb und -talent. Viele Beos lernen nicht nur das Sprechen, sondern treffen auch verschiedene Stimmlagen überraschend gut. Typisch sind aber auch die schrillen Pfiffe, die in der Natur den Beoschwarm zusammenhalten.

Ernährung

Die Vögel ernähren sich hauptsächlich von Früchten, daneben aber auch von Insekten und Würmern, also sehr weichem Futter mit hohem Flüssigkeitsanteil. In der Heimtierhaltung gibt man ein Futter, das den Kot verfestigt. Daneben mögen die Tiere frisches Weichfutter, wie Obst, Gemüse, Ei und Mehlwürmer. Für die Aufzucht von Jungvögeln sind lebende Insekten sogar notwendig. Beos gehen übrigens sehr verschwenderisch mit ihrem Futter um und werfen einiges auf den Boden. Dieses Verhalten steht nicht in Zusammenhang mit der Qualität oder der Schmackhaftigkeit des Futters, sondern liegt einfach in der Natur dieser Vögel.

Besonderheiten

Als Weichfresser haben Beos einen sehr weichen bis flüssigen Kot. Daher sollte man vor allem bei der Wohnungshaltung ein kotfestigendes Futter geben. Außerdem empfiehlt sich die tägliche Reinigung des Vogelheims. Sinnvoll sind spezielle Lande- und Aufenthaltsplätze (Vogelbaum) in der Wohnung, die diesbezüglich geschützt werden sollten, z.B. mit einer Bodenwanne zum Auffangen des Kots.

Gouldamadine

Gouldamadine

Gouldamadine

Andere Namen

Lady Gould Fink, da die Art von dem Engländer John Gould erstmals beschrieben und nach dessen Frau benannt wurde.

Wissenschaftlicher Name

Chloebia gouldiae

Äußere Erscheinung

Neben den wildfarbenen Vögeln, Rotkopf, Schwarzkopf und dem seltenen Orangekopf gibt es seit den letzten Jahren und Jahrzehnten verschiedene neue Mutationen, wie z.B. weißbrüstige, blaue, gelbe, pastellfarbene und weiße Gouldamadinen. Größe: 13 bis 14 cm, Gelegegröße: bis zu 7 Eier, Brutdauer: ca. 14 Tage, Jungtiere sind nach ca. 40 Tagen selbstständig. Die Tiere sind an hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit angepasst.

Herkunft

Tropische Regionen im westlichen und nordwestlichen Australien. Gouldamadinen sind vor allem in der Nähe von Wasserstellen zu finden, wo sie lockere Kolonien bilden und in alten Eukalyptusbäumen nisten.

Verhalten

Die hübsche Gouldamadine ist bei artgerechter Haltung ein geselliger Vogel. Als Heimvogel ist sie nicht ganz so anspruchsvoll wie ihre wilden Verwandten, bevorzugt aber immer noch warme Temperaturen über 20°C. Generell ist sie sehr friedfertig, bei der Partnerwahl zeigt sie sich aber etwas wählerisch.

Ernährung

Die natürliche Nahrung der Gouldamadinen besteht aus feinen Saaten, vor allem von Gräsern sowie einigen Insekten. Gern nehmen sie auch Kolbenhirse und Grünfutter, wie Vogelmiere und verschiedenen Salatsorten, an. Während der Aufzucht von Jungvögeln muss ein spezielles Aufzuchtfutter gegeben werden, um die besonderen Ernährungsbedürfnisse dieser Zeit zu berücksichtigen, z.B. den erhöhten Bedarf an Proteinen.

Reisfinken

Reisfinken

Reisfinken

Andere Namen

Reisamadine, Java-Fink

Wissenschaftlicher Name

Padda oryzivora

Äußere Erscheinung

Neben der Wildfarbe in Grau, Weiß und Schwarz mit rötlichem Schnabel gibt es einige Farbspielarten, von denen der Weiße Reisfink wohl der älteste ist. Vermutlich wurde er schon vor mehr als 400 Jahren in China und Japan gezüchtet. Daneben gibt es z.B. Pastellfarbene Reisfinken oder Isabell-Reisfinken. Größe: 14 cm, Gelegegröße: 4 bis 8 Eier, Brutdauer: 13 bis 15 Tage

Herkunft

Der Reisfink stammt ursprünglich aus Java und Bali, wurde durch den Menschen aber in weiten Teilen Südostasiens und Ostafrikas verbreitet. Dort lebt er in Kulturlandschaften und folgt dem Menschen. Bevorzugt sucht er an Dorfrändern und Wegen nach Nahrung.

Verhalten

Die lebhaften Reisfinken sind mit ihrem neugierigen Wesen sehr gesellig und daher gut für Gemeinschaftsvolieren geeignet. Die generell friedfertigen Vögel zeigen sich allerdings gelegentlich während der Brutzeit aggressiv, daher sollte die Zucht nur in ausreichend großen Volieren oder speziellen Zuchtkäfigen erfolgen.

Ernährung

Wie der Name schon sagt, plündert der Reisfink gerne Reisfelder. Daneben ernährt er sich von vielerlei Saaten und Früchten. Der Schnabel dieser Vögel ist so gebaut, dass er auch größere Körner mühelos schälen und fressen kann. Der Reisfink frisst auch gerne Kolbenhirse, Keimlinge und anderes Weichfutter, sogar einige Insekten.

Besonderheiten

Bei Wärme baden die Reisfinken gerne. Hierzu stellt man eine Schale mit Wasser auf den Boden des Vogelheims. Verschmutztes Wasser wird natürlich sofort ausgewechselt.

Zebrafinken

Zebrafinken

Zebrafinken

Andere Namen

Es gibt zwei Unterarten des Zebrafinken: Taeniopygia guttata guttata (Timor-Zebrafink, nur auf den Sundainseln) und Taeniopygia guttata canostis (australischer Zebrafink). Letzterer ist die Stammform unserer Zebrafinken. Unter Umständen wurden aber auch einige Exemplare der Timor-Zebrafinken eingekreuzt.

Wissenschaftlicher Name

Taeniopygia guttata (auch: Poephila guttata)

Äußere Erscheinung

Die Zuchtform des Zebrafinken umfasst heute mehr als 50 verschiedene Farbspielarten, z.B. Schecken, Albinos, graue Tiere oder Exemplare mit gelben Schnäbeln. Länge: ca. 11 cm, Gewicht: ca. 12 g, Brutdauer: mind. 11 Tage, Gelegegröße: 4 bis 6 Eier, Geschlechtsreife: 3 bis 3,5 Monate

Herkunft

Zebrafinken stammen aus Australien. Sie sind fast auf dem gesamten Kontinent anzutreffen und bevorzugen als Lebensraum Grassteppen mit niedriger Vegetation. 

Verhalten

Die kleinen Zebrafinken sind sehr aktive Vögel, die sich nur in Gemeinschaft mit Artgenossen richtig wohlfühlen. Sie erfreuen ihre Umgebung mit einem angenehmen Gesang, bleiben aber eher distanziert und werden auch bei liebevoller Zuwendung nicht immer handzahm.

Ernährung

In der Natur fressen die Vögel vor allem feine Samen verschiedener Gräserarten. In der Heimtierhaltung sind daher ebenfalls feine Saaten – beispielsweise Hirse - für die Fütterung geeignet. Während der Aufzucht der Jungen brauchen die Tiere außerdem etwas tierisches Protein, z.B. Insekten oder Eifutter.

Besonderheiten

Freiflug in der Wohnung kann für die kleinen Schwarmvögel gefährlich werden. Sie brauchen daher immer Beaufsichtigung und sollten außerhalb des Vogelheims nicht gefüttert werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten schlafen Zebrafinken im Nest und nicht auf der Sitzstange. Zum artgerecht ausgestatteten Vogelheim für Zebrafinken gehören daher – je nach Anzahl der Vögel – eines oder mehrere Nester sowie Nistmaterial.

Japanisches Mövchen

Japanisches Mövchen

Japanisches Mövchen

Wissenschaftlicher Name

Lonchura striata f. domestica

Äußere Erscheinung

Japanische Mövchen gibt es in verschiedenen Farbspielarten und Erscheinungsformen: einfarbige Vögel ohne Scheckung aber mit hellem Bauch; rein weiße Vögel und Schecken mit weißen Flecken. Außerdem gibt es Exemplare mit krausen, gelockten Federn und Mövchen mit Haube oder Schopf. Größe: 11 bis 13,5 cm, Gewicht: ca. 13 g, Gelegegröße: 2 bis 9 Eier, Brutdauer: 16 bis 17 Tage, Geschlechtsreife: 4 bis 6 Monate

Herkunft

Japanische Mövchen stammen aus China und werden schon seit mehr als 300 Jahren gezielt gezüchtet. Damit ist das japanische Mövchen wohl der älteste Heimvogel überhaupt – und zudem ein reiner Heimvogel, der in der Natur so nicht vorkommt. Vorfahre des Japanischen Mövchens ist Lonchura striata, das Spitzschwanzbronzemännchen. Von dieser Art gibt es mehrere Unterarten. Vermutlich ist der Heimvogel aus Züchtungen mit Lonchura striata subsquamicollis, Lonchura striata swinhoei und eventuell Lonchura striata acuticauda hervorgegangen. Der bevorzugte Lebensraum der Wildart sind Graslandschaften mit einigen Büschen und Bäumen. Sie suchen aber auch die Nähe menschlicher Siedlungen und plündern Reisfelder.

Verhalten

Japanische Mövchen sind besonders erfolgreiche Brüter und sehr fürsorgliche Eltern, die daher auch als Ammen für andere Prachtfinken eingesetzt werden. Diese kleinen Gesellen leben gerne zusammen mit Artgenossen und sind untereinander sehr friedfertig.

Ernährung

In der Natur leben die Vorfahren der Japanischen Mövchen vorwiegend von Grassamen, feinen Sämereien, Reis und Beeren. Daneben werden gerne frische Kräuter angenommen, z.B. Vogelmiere und Hirtentäschelkraut. Für die erfolgreiche Zucht und Jungenaufzucht sollte außerdem Ei- und Keimfutter gegeben werden.

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