Ratgeber für Exoten & Weichfresser

Fliegende Pracht

Für eine artgerechte Haltung von Prachtfinken und Weichfressern ist bei Zimmerhaltung darauf zu achten, dass die Tiere genügend Bewegung bekommen. Sie benötigen große Vogelheime oder Voilieren, in denen die Sitzstangen so angebracht werden, dass die Vögel auch innerhalb ihrer Behausung etwas fliegen können. Da diese Heimvögel sehr gesellig sind, sollten sie mindestens zu zweit gehalten werden, um sich wohlzufühlen. Generell empfiehlt sich auch in der Wohnung ein regelmäßiger Freiflug, damit die Vögel gesund und munter bleiben. Um die Vögel nach dem Freiflug wieder leichter in ihr Vogelheim zu locken, sollte man sie nur dort füttern. Einige Arten eignen sich auch für die Haltung in einer Außenvoiliere.

Anschaffung & Ausstattung

Die Haltung von Exoten und Weichfressern kann viel Freude bereiten – denn es sind wirklich besondere und prächtige Tiere. Beachtet man schon vor dem Einzug der Vögel einige wichtige Punkte, so steht einer langjährigen Freundschaft nichts im Wege. Wichtig sind z.B. eine ausgewogene Ernährung und ein geeignetes Vogelheim.

Checkliste für die Erstausstattung:

  • Ein geräumiges Vogelheim
  • Sitzstangen mit unterschiedlichem Umfang zur Fußgymnastik (mindestens so dick, dass der Vogel sie nicht ganz umgreifen kann)
  • Ungespritzte Naturäste als Sitz- und Klettermöglichkeit
  • Spielzeug zur Beschäftigung
  • Ggf. ein Nest und Nistmaterial
  • Badehäuschen zur täglichen Erfrischung
  • Vogelsand, zum Beispiel Premium SANDY mit Kalk und wichtigen Mineralstoffen
  • Futterschälchen oder Futterautomat, gefüllt mit Hauptfutter wie z.B. Vitakraft Premium Menü
  • Vogeltränke mit frischem Trinkwasser oder Vitakraft Vogel-Trank
  • Mineralstein, z.B. VITA Fit® Mineral für die Mineralstoffergänzung und Schnabelpflege
  • Kräcker® für Exoten zur Schnabelpflege und artgerechten Abwechslung

Der richtige Standort für das Vogelheim

Vögel lieben Gesellschaft – eine helle, geschützte Ecke im Wohnzimmer kann daher der ideale Standort für das Vogelheim sein. Von einem erhöhten Platz aus können die Tiere genau beobachten, was um sie herum passiert. Besonders schön sind auch großzügige Außen- oder Innenvolieren.

  • Vögel sind empfindlich gegen Zugluft und pralles Sonnenlicht, deshalb sollte das Vogelheim nicht zu nah am Fenster stehen. Auch extreme Temperaturschwankungen vertragen unsere Heimvögel nicht. 
  • In der Küche lauern viele Gefahren durch z.B. heiße Herdplatten und giftige Reinigungsmittel.
  • Vögel mögen frische Luft. Im Sommer kann man an einer sonnen- und windgeschützten Ecke auf dem Balkon oder im Garten eine Voliere aufstellen.

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Haltung & Pflege

Alle Heimvögel sind gesellige Tiere. Wenn man viel mit ihnen spricht und spielt, werden einige Arten recht zutraulich. Da der Mensch einen Artgenossen jedoch nicht vollständig ersetzen kann, fühlen sich die Vögel aber nur Gesellschaft anderer Artgenossen wohl. Der Zutraulichkeit und der Kontaktfreudigkeit zum Menschen tut eine Gesellschaftshaltung keinen Abbruch. 

Die Körperpflege 

Die Vögel pflegen ihr Federkleid mehrmals am Tag gründlich. Auch ein Bad nehmen sie gelegentlich gerne. In der Regel benötigen sie bei der Körperpflege keine menschliche Hilfe.

Schnabelpflege 

Ein Wetzstein und ein kräftiger Naturast sollten den Tieren ständig zur Verfügung stehen. Das Wetzen ist ein wichtiger Bestandteil der Schnabelpflege. Mit dem Mineralstein VITA Fit® Mineral werden dabei gleichzeitig lebensnotwendige Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Naturkalk aufgenommen. 

Krallenpflege 

Haben die Vögel raue Naturäste mit großem Durchmesser in ihrem Vogelheim, nutzen sich die Krallen auf natürliche Weise ab. Werden die Krallen dennoch zu lang, müssen sie von Zeit zu Zeit gekürzt werden. Der Zoofachhändler, Züchter oder Tierarzt zeigt gern, wie man es richtig macht.

Mauser 

Der Bedarf an Vitaminen, Mineral- und Aufbaustoffen ist während des Gefiederwechsels besonders hoch. Zusatzprodukte wie VITA Fit® Pro-Feda® Mauserhilfe und VITA Fit® Mineral sorgen für zusätzliche Nähr- und Wirkstoffe.

Die Reinigung des Vogelheims 

Je nach Größe des Vogelheims, Anzahl und Größe der Vögel sollte der Sand ca. ein- bis zweimal wöchentlich erneuert werden. Einmal wöchentlich wird zudem der Boden heiß ausgewaschen. Dabei werden auch die Sitzstangen und das Spielzeug mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch abgewischt und Futter- und Wassernäpfe gründlich mit heißem Wasser gereinigt.
Einmal im Monat ist dann Großreinemachen angesagt: Dabei sollte auch das Gitter heiß abgespült werden. Aber bitte auf scharfen Haushaltsreiniger verzichten!

Ernährung

Die Grundlagen der Ernährung

Die große Gruppe der Exoten und Weichfresser stammt aus ganz unterschiedlichen Ursprungsgebieten. Die beliebten Zebrafinken sind z.B. Australier, die bekanntesten Weichfresser – Beos und Chinesische Nachtigallen (Sonnenvögel) – stammen aus Indien bzw. der Himalayaregion.
Hauptnahrung der meisten Arten sind Samen, Körner, Früchte, Insekten und frisches Grün von Gräsern und Wildkräutern. Die Lebensbedingungen, und vor allem das Nahrungsangebot, unterscheiden sich von Gebiet zu Gebiet deutlich – und die Vögel haben sich im Laufe der Evolution auf das Nahrungsangebot ihrer jeweiligen Heimat eingestellt. Grundsätzlich ist das Nahrungsspektrum aber immer recht vielseitig.
Das abwechslungsreiche Ernährungsprogramm von Vitakraft ist genau an diese ernährungsphysiologischen Bedürfnisse angepasst. Die richtige Mischung hochwertiger Zutaten gewährleistet eine optimale und artgerechte Versorgung – für ein gesundes und langes Vogelleben.

Die Futterarten

Hauptfutter:
Ein Hauptfutter, wie beispielsweise Premium Menü oder Soft-Mix special, deckt den Grundbedarf der Vögel an Nährstoffen

Kräcker®: 
Die leckeren Kräcker® erfüllen gleich mehrere Funktionen: Die Exoten müssen sich ihr Futter wie in der Natur erarbeiten. Das ist gut gegen Langeweile und beschäftigt die Tiere ganz artgerecht. Das Picken fördert gleichzeitig die Schnabelpflege

Natur Snacks:
Natur Snacks. Gesunde Leckerbissen von Vita Nature®, die das natürliche Verhalten der Vögel unterstützen, z.B. beim Abpicken der Saaten von naturbelassenen Hirsekolben

Leckereien:
Snacks wie z.B. die Kräcker®  und Bisquiti®  dienen der Abwechslung, der Belohnung und sind eine wertvolle Hilfe bei der Zähmung und Gewöhnung

Nahrungsergänzung:
Ergänzungsfuttermittel, wie VITA® Fit  Mineral dienen der Stärkung und dem Aufbau. Sie helfen, den Bedarf in besonderen Lebenssituationen zu decken, z.B. im Wachstum, nach Krankheit, bei besonders aktiven Tieren, während der Brut usw.

Tipps zur Fütterung

  • Täglich das Futter wechseln bzw. die leeren Körnerhülsen aus dem Futternapf oder -spender entfernen, neues Futter auffüllen 
  • Spezielle Kräcker® für Exoten zum artgerechten Knabbern und Picken anbieten – für natürliche Beschäftigung und Schnabelarbeit
  • Abwechslungsreich füttern 
  • Täglich für frisches Trinkwasser sorgen
  • Frisches Obst reichen

Verhalten & Eingewöhnung

Verhalten

Zur Gruppe der Exoten und Weichfresser gehören ganz unterschiedliche Arten, von denen einige sehr offen und neugierig, andere eher scheu und zurückhaltend sind. Bei den eher scheuen Arten ist es besondern interessant, das Verhalten in der Gruppe zu beobachten. Aber letztlich ist jedes Tier ein Individuum – und schon so mancher Vogel konnte seinen Halter mit seinem ungewöhnlichen Charakter verblüffen.

Das neue „Familienmitglied“

In den ersten Tagen braucht ein Vogel viel Ruhe, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Um ihn möglichst wenig zu stören, sollte die Einrichtung des Vogelheims gut vorbereitet sein. Man kann nach dem Einzug in der Nähe bleiben und dem Tier immer wieder mit sanfter Stimme gut zureden. Besser ist es jedoch, zunächst mindestens einen Ruhetag einzuhalten. 
An seinem Verhalten merkt man ganz genau, ob sich der Vogel bereits eingelebt hat: Wenn er ein paar Körner aus dem Napf pickt oder sich ausgiebig putzt, fühlt er sich in seinem neuen Zuhause schon gut aufgehoben.
Da alle Heimvögel gesellige Tiere sind, sollten sie nur in der Gesellschaft von Artgenossen gehalten werden. Tiere, die sich fremd sind, benötigen zunächst einige Zeit um sich aneinander zu gewöhnen. Hierbei die Tiere besser genau beobachten!

So werden Exoten und Weichfresser zahm

Einige Arten dieser Vogelgruppe, z.B. viele Prachtfinken, werden nicht so zahm wie Sittiche. Dennoch ist es unser Ziel, dass die Tiere ihre Scheu vor dem Menschen verlieren, um so ein harmonisches Miteinander zu erreichen.
Nach etwa einer Woche hat sich ein neues Tier etwas eingelebt und man kann den Vogel allmählich mit der menschlichen Hand vertraut machen. Am besten geht das mit einem Leckerbissen, z.B. mit VITA NATURE® Naturhirse: Die Hirse ruhig in den Käfig halten und dabei beruhigend auf den Vogel einsprechen. Meist kommt er schon nach kurzer Zeit neugierig heran, um an dem Leckerbissen zu knabbern. Dieser Vorgang sollte regelmäßig wiederholt werden – damit das Tier lernt, dass die Hand ihm nur Gutes bringt.

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