Die häufigsten Fragen zum Thema Kanarien

Allgemeine Fragen zum Thema Kanarienvögel

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  • Was ist bei der Zucht zu beachten?

    Junge Kanarien aufwachsen zu sehen, ist sehr reizvoll. Allerdings braucht die Zucht von Kanarienvögeln einige Erfahrung. Daher sollte man sich auf jeden Fall sehr genau bei erfahrenen Züchtern oder aus der Fachliteratur informieren, bevor man sich entscheidet, die eigenen Vögel brüten zu lassen.

    Ein wichtiger Punkt der Kanarienzucht sei hier kurz erwähnt: Im Gegensatz zu den Kanariengirlitzen bebrüten Kanarienhennen meistens schon das erste Ei, obwohl in den nächsten Tagen noch weitere folgen. Dies hat zur Folge, dass die Jungen im Abstand von mehreren Tagen schlüpfen. Bei solchem Altersabstand haben die jüngeren Tiere schlechtere Startchancen. Um dies zu verhindern, nehmen erfahrene Züchter die ersten Eier vorsichtig aus dem Nest und ersetzen sie gegen Kunsteier. Erst nach der Ablage des letzten Eis werden alle Eier wieder zurückgelegt, damit die Jungen gleichzeitig schlüpfen.

    Die Zucht ist also wirklich eine komplizierte Angelegenheit. Am besten überlässt man sie dem erfahrenen Züchter.
  • Wie leben die wilden Vorfahren der Kanarienvögel?

    Der Vorfahr unseres Kanarienvogels ist der Kanariengirlitz Serinus canaria. Seine Heimat sind die Kanarischen Inseln, Madeira und die Azoren. Das Gefieder dieses Wildvogels ist grün, gelbgrün und schwarzbraun und damit weit weniger auffällig als das der meisten gezüchteten Kanarienvögel. Die Farben sind zwar sehr kräftig, haben jedoch weniger Leuchtkraft als z.B. die eines rein gelben Farbkanarienvogels.

    Einen Teil des Jahres leben die Kanariengirlitze in der Regel in größeren Schwärmen und ziehen auf der Suche nach Nahrung gemeinsam umher. Ab Februar werden die Männchen jedoch untereinander unverträglich: Mit Hilfe ihres Gesanges, den sie unermüdlich von einem hohen Ast eines Baumes ertönen lassen, stecken sie ihr Revier gegen die anderen Männchen ab. Mit dem Gesang wird übrigens auch das Weibchen zum Nestbau animiert. Das Männchen selbst beteiligt sich nicht daran, es beschränkt sich einzig und allein auf das Singen. Der Gesang ist demnach auch im Leben der wilden Kanarien sehr wichtig.
  • Wann mausern Kanarienvögel?

    Federn sind kleine Wunderwerke, die zusammen mit anderen Besonderheiten im „Bauplan“ der Vögel dafür sorgen, dass diese Tiere fliegen können. Da Federn aber auch empfindlich sind und sich abnutzen, müssen Vögel mausern – das bedeutet, jeder Vogel muss regelmäßig sein Federkleid erneuern.

    Die Mauser des Kanarienvogels findet im August und September statt. Innerhalb weniger Wochen werden alle Federn erneuert. Für den Vogel ist das sehr anstrengend und führt dazu, dass das Tier in dieser Zeit oftmals etwas nervöser reagiert und anfälliger ist für Stress oder Krankheiten. Kanarienhähne singen während der Mauser kaum oder gar nicht.

    Um einen Kanarienvogel bei der Mauser zu unterstützen, gibt man vorsorglich ein Mauserprodukt, z.B. Mauserhilfe für Kanarien und Waldvögel oder Kräcker® Mauser, und viel Saftfutter. Zudem braucht der Vogel täglich die Möglichkeit zum Baden oder Duschen. Starke Temperaturunterschiede und eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit erschweren die Mauser und sollten deshalb unbedingt vermieden werden.
  • Was ist ein "Harzer Roller"?

    Harzer Roller ist der Name der bekanntesten Gesangskanarien. Tiroler Bergleute, die  einst auf der Suche nach Arbeit in den Harz kamen, brachten die Kanarien mit sich. Schon damals waren die Tiere begabte Sänger – man sagt, dass die Tiroler für die Ausbildung ihrer Kanarien Nachtigallen verwendeten. Dazu muss man wissen, dass Kanarienhähne sich andere bzw. erwachsene Hähne zum Vorbild nehmen und dadurch ihren eigenen Gesang perfektionieren. Mit der Nachtigall als Vorbild konnten so besonders gute Sänger ausgebildet werden. Im Harz wurde die Züchtung besonders begabter Sänger fortgeführt. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist der „Harzer Roller“. Der zweite Teil des Namens (Roller) bezeichnet übrigens die markanteste Strophe ihres Gesangs.

    Ein perfekter Harzer Roller beherrscht ein Lied, das sozusagen aus vier Haupt- und vier Nebenstrophen besteht. Dieses Lied singt er mit großer Ausdauer und Hingabe, wobei die einzelnen Strophen immer in der richtigen Reihenfolge wiedergegeben werden.

Fragen zum Verhalten

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  • Was hilft bei Langeweile im Kanarienheim?

    Langeweile kann für Heimtiere zu einem echten Problem werden. Dies gilt natürlich auch für Kanarienvögel.

    Eine der wichtigsten Beschäftigungen ist der Freiflug. Die Bewegung macht den Vögeln Freude und sorgt gleichzeitig dafür, dass sie fit bleiben. Ein Zweig, der an einem erhöhen Platz befestigt wird, z.B. auf einem Schrank, dient den Kanarienvögeln zwischendurch als Lande- und Rastplatz. Auch kann man frische Zweige in das Vogelheim geben: Sie sorgen für Abwechslung und werden gerne beknabbert, besonders wenn sich junge Knospen daran finden. Deshalb verwendet man nur Zweige von bestimmten Baumarten, z.B. Obstbäumen, Haselsträuchern oder Vogelbeere. Bei der Gestaltung des Vogelheims sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Kanarienvögel weniger gerne klettern als z.B. Wellensittiche.

    Ein artgerechter Zeitvertreib ist die Nahrungsbeschaffung: An einem Kräcker® beispielsweise muss sich der Vogel sein Futter regelrecht erarbeiten – wie in der Natur.

  • Warum singt mein Kanarienhahn nicht mehr?

    Während der Mauser, also im Allgemeinen im August und September, singen die Hähne kaum oder gar nicht. Dies ist völlig normal, denn die Mauser ist sehr anstrengend und die Tiere brauchen ihre Kräfte, um das Gefieder zu erneuern. Gelegentlich kommt es aber auch vor, dass ein Hahn nach der Mauser nicht wieder zu singen anfängt. Hier hilft jedoch oft ein kleiner Trick: eine Tonaufzeichnung mit Kanariengesang! Der vermeintliche Rivale animiert den Hahn, ebenfalls zu singen.

    Erstaunlicherweise haben übrigens auch andere Geräusche manchmal den gleichen Effekt, z.B. Musik aus dem Radio oder sogar das laute, monotone Geräusch des Staubsaugers. Auch jungen, noch ungeübten Sängern hilft eine Tonaufzeichnung auf die Sprünge: Die Jungtiere werden durch den Gesang der älteren Vögel animiert und lernen von ihnen.
  • Warum singt der Kanarienhahn?

    Der klangvolle Gesang der Kanarienhähne ist sicherlich der Hauptgrund, warum diese Vögel zu so beliebten Heimvögeln wurden. Heute faszinieren uns auch die leuchtenden Farben und das gesamte Erscheinungsbild. Doch schon der vergleichsweise unscheinbare Wildvogel singt auffallend schön und weckte schnell das Interesse der ersten Kanarienhalter und -züchter.

    Eigentlich dient der Gesang der Hähne dazu, das Revier gegen Rivalen abzugrenzen, die Weibchen zu umwerben und sie zum Nestbau zu animieren. Je ausdauernder das Männchen singt, umso eifriger baut übrigens das Weibchen. Der Hahn selbst beschränkt sich dabei ganz auf das Singen, am Bau des Nestes beteiligt er sich nicht. Interessant ist, dass die jungen Kanarienhähne ihren Gesang erst perfektionieren, indem sie den erfahrenen Sängern zuhören. Italienische Züchter machten sich dies einst zu Nutze und hielten Kanarienhähne zusammen mit Nachtigallen, damit sie deren Gesang erlernen konnten.
  • Wie wird ein Kanarienvogel zahm?

    Kanarienvögel sind Individuen. Jeder ist eine kleine Persönlichkeit mit einem ganz eigenen Charakter, darum verläuft die Gewöhnung an den Menschen auch von Tier zu Tier anders. Wichtig ist, einen neuen Vogel nicht zu bedrängen, sondern ihn erst einmal vorsichtig gewöhnt an die Anwesenheit des Menschen zu gewöhnen, z.B. indem man sich in der Nähe des Vogelheimes aufhält, ohne laute Geräusche oder hastige Bewegungen zu machen.

    Erfolgversprechend ist die Bestechung mit einem Leckerbissen, z.B. mit Honig-Perlen oder einem Stückchen Obst. Dieses hält man dem Vogel vorsichtig hin. Reagiert er verschreckt, zieht man die Hand langsam zurück. Irgendwann wird die Neugierde jedoch so groß sein, dass sich der Vogel nähert. Dann heißt es, ruhig zu bleiben, denn hastige Bewegungen würden alle Bemühungen zerstören. Bald wird der Vogel das Futter vorsichtig aus der Hand nehmen – und dann ist das Eis gebrochen.

Fragen zur Ernährung

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  • Zucker im Kanarienfutter: Darf das sein?

    Wussten Sie, dass die allermeisten Vitakraft Produkte für Vögel nach zuckerfreien Rezepturen hergestellt werden?

    Für einen neutralen Blick auf Zucker und seine Bedeutung muss man zunächst wissen, dass es ganz verschiedene Zuckerarten gibt. Allgemein bekannt sind z.B. Fruchtzucker, Traubenzucker oder Milchzucker. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Herkunft, sondern auch chemisch.

    In der Natur ist Zucker nahezu überall vorhanden, denn er ist das natürliche Produkt der Photosynthese der Pflanzen und wird von allen tierischen Lebewesen als Energielieferant benötigt. Hierzu wird Zucker direkt aufgenommen oder aus anderen Kohlehydraten während des Stoffwechsels freigesetzt. Auch das natürliche Futter der Kanarien enthält einen gewissen Zuckeranteil, z.B. in Kräutern, Gemüse und Früchten.

    Möchte man aus grundsätzlichen Erwägungen nur Futter mit zuckerfreier Rezeptur verwenden: Vitakraft bietet eine riesige Auswahl! Denn dem größten Teil der Vitakraft-Produkte wird kein Zucker zugesetzt. Dies gilt natürlich vor allem für die Produkte, die in größeren Mengen verfüttert werden, also die Hauptfutter.

    Wird Zucker eingesetzt – manchmal ist das z.B. aus technischen Gründen notwendig – achten wir sehr genau darauf, dass der Gehalt an Zucker bzw. die aufgenommene Gesamtmenge gering und angemessen ist. Außerdem gewährleisten unsere Rezepturen und die eingesetzten Rohstoffe und Zuckerarten eine gute Verdaulichkeit.
  • Warum weichen die Angaben auf der Verpackung manchmal von denen im Internet ab?

    Es kann vorkommen, dass wir die Rezeptur unserer Produkte ändern – beispielsweise um gesetzlich vorgeschriebene Anpassungen durchzuführen oder um das Futter für die Tiere noch schmackhafter zu machen. Eine solche Veränderung der Zusammensetzung erfordert selbstverständlich auch eine Überarbeitung der jeweiligen Verpackung. Ebenfalls kann es sein, dass sich neue Vorgaben des Futtermittelrechts lediglich auf die sogenannte Deklaration des Futters beziehen, die Rezeptur aber unverändert bleibt. Auch in diesem Fall bekommt das Produkt eine neue Verpackung.

    Während wir im Internet schnellstmöglich alle Angaben aktualisieren können und ggf. auch das Bild austauschen, finden Sie in der Regel im Einzelhandel für eine gewisse Zeit sowohl Artikel mit der alten als auch mit der neuen Rezeptur, bzw. der alten und der neuen Verpackung.

  • Mein Kanarienvogel ist zu dick, was kann ich tun?

    Ein ausgewachsener Kanarienvogel kann, je nach Körperlänge und Statur, zwischen 18g und 30g wiegen. Ob der Vogel Übergewicht hat, lässt sich feststellen, indem man vorsichtig in das Brustgefieder pustet, so dass die Haut sichtbar wird. Bei übergewichtigen Vögeln gibt es dort Fetteinlagerungen, die sich gelblich abzeichnen. Auch eine nachlassende Flugfähigkeit, verbunden mit Kurzatmigkeit, kann ein Zeichen für Übergewicht sein. Im Zweifelsfall hilft der Tierarzt bei der Kontrolle des Ernährungszustandes.

    Ein übergewichtiger Kanarienvogel darf aber keinesfalls einfach auf eine Hungerdiät gesetzt werden. Dies würde andere gesundheitliche Probleme nach sich ziehen, z.B. Leberschäden. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die neben dem Hauptfutter viel Saftfutter beinhaltet. Als Hauptfutter empfehlen sich Kanarien Perle® oder das Heimatfutter Canarian für Kanarienvögel. Daneben gibt man täglich Obst und Gemüse sowie etwas zum Knabbern und zur Beschäftigung, also Kräcker® und Vita Nature® Naturhirse.

    Entscheidend ist aber auch der Energieverbrauch: Je mehr Bewegung ein Tier hat, umso mehr Kalorien verbraucht es. Leider ergibt sich bei Vögeln oft ein richtiger Teufelskreis. Übergewichtige Vögel werden zu schlechten Fliegern. Weil dann immer öfter auf das Fliegen verzichtet wird, fehlt Bewegung, was zu weiterem Übergewicht führt. Es ist daher wichtig, die Vögel immer wieder zum Fliegen zu animieren. Hierzu werden im Zimmer geeignete Landeplätze angeboten, die keine komplizierten Flugmanöver erfordern. Auch die Sitzstangen im Vogelheim – welches natürlich groß genug sein sollte – werden so angebracht, dass eine kurze Flugstrecke entsteht. Dies ist bei Kanarien besonders wichtig, da die Tiere kaum klettern und sich hauptsächlich durch das Fliegen Bewegung verschaffen.

    Kanarien sind keine Einzelgänger, sondern soziale Tiere, die sich nur in Gesellschaft von Artgenossen wohlfühlen. Oft sind es die allein gehaltenen Tiere, die träge werden. Paarweise gehalten oder als Gruppe in der Voliere kommt es seltener zu Übergewicht, weil die Tiere sich gegenseitig zur Bewegung und zum Fliegen animieren.
  • Was fressen Kanarienvögel?

    Kanarienvögel sind Körnerfresser. Das sieht man schon ihrem Schnabel an, der hervorragend für das Fressen von Samen – auch größeren oder dickschaligen – geeignet ist. Die Hauptnahrung des Kanarienvogels sollte daher aus Sämereien bestehen. Ideal eignet sich als Hauptfutter beispielsweise die bewährte Kanarien Perle®, denn die ausgewogene Mischung enthält viele wertvolle Sämereien.

    Für eine gesunde Ernährung und gleichzeitig artgerechte Beschäftigung sorgen Kräcker® und Vita Nature® Naturhirse. Bei diesen Leckereien können sich die Vögel ihre Körner selbst erarbeiten – wie in der Natur.

    Eine wertvolle Ergänzung für den Kanarienvogel-Speiseplan ist auch Saftfutter. Man sollte den Tieren deshalb regelmäßig beispielsweise Obst, Gemüse und Kräuter anbieten.
  • Welches Grün- und Frischfutter ist geeignet?

    Obwohl Kanarienvögel von Natur aus Körnerfresser sind, gehört auch Saftfutter wie beispielsweise Obst zur artgerechten Ernährung. Die Bezeichnung „Körnerfresser“ ist also eigentlich etwas irreführend: Kanarien ernähren sich zwar hauptsächlich von Sämereien – aber eben nicht ausschließlich.

    Jeder Kanarienvogel hat seinen ganz eigenen Geschmack, aber die meisten Tiere können Leckereien wie Äpfeln, Birnen, Melonen, Weintrauben, Gurken, geriebenen Möhren und Gartenkresse nicht widerstehen. Auch Kräuter aus dem Garten können verfüttert werden, z.B. Löwenzahn, Vogelmiere und Hirtentäschelkraut. Viele Pflanzen, die sonst als „Unkraut“ gesehen werden, sind für Kanarienvögel ausgezeichnete Futterpflanzen. Ob Obst, Gemüse oder Kräuter: Jedes Saftfutter sollte vor der Fütterung gewaschen werden. Auf stark überdüngtes oder gespritztes Obst und Gemüse sowie Kräuter von Straßenrändern verzichtet man besser ganz.

    Bei selbstgezogenem Frischfutter kann man natürlich ganz sicher sein, dass es schadstofffrei ist. In der praktischen Bio-Box können Sie gesundes Grün selber ziehen und in das Vogelheim geben.

Fragen zur Haltung und Pflege

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  • Wie richte ich ein Vogelzimmer ein?

    Ein Vogelzimmer, das den Kanarienvögeln ganztags oder zeitweilig zur Verfügung steht, ist eine tolle Sache. Bei der Einrichtung des Vogelzimmers ist jedoch zu beachten: Sicherheit, Hygiene und eine artgerechte Ausstattung müssen stimmen!

    Der erfahrene Vogelfreund wird damit keine Probleme haben: Gesicherte Fenster und Türen, ein zu reinigender Bodenbelag und geeignete Landeplätze – und schon ist ein ungenutzter oder wenig genutzter Raum ein tolles Vogelzimmer. Als Landeplätze eignen sich z.B. waagerecht aufgehängte Zweige oder ein dicker Ast mit Seitenzweigen, der in einem mit Sand gefüllten Blumentopf steckt.

    Auch im Vogelzimmer hat der Käfig seine Berechtigung und wichtige Funktion. Er kann als Basis zum Schlafen und Füttern genutzt werden. So wird er mit etwas Positivem verbunden und kann bei Bedarf problemlos als Quarantänestation oder Transportmöglichkeit genutzt werden.
  • Wie groß sollte ein Kanarienheim sein?

    So groß wie möglich! Denn Kanarienvögel sind sehr muntere und bewegungsaktive Tiere, die in der Natur je nach Jahreszeit sehr weite Strecken zurücklegen. Je größer der Platz ist, der zur Verfügung steht, umso besser.

    Einige Kanarienfreunde haben sogar große Außenvolieren oder ein ganzes Zimmer für die Vögel. Aber auch ein großer und artgerechter Käfig bietet den Kanarien ein sicheres und schönes Zuhause. Die Größe des Käfigs muss kleine Flüge zulassen – zumal Kanarien nicht klettern – und auch die Ausstattung sollte kanariengerecht sein. Wichtig sind z.B. einige Sitzstangen mit unterschiedlichem Durchmesser. Aber bitte nicht vergessen: Kanarienvögel benötigen unbedingt regelmäßigen Freiflug!
  • Was hilft bei Langeweile im Kanarienheim?

    Langeweile kann für Heimtiere zu einem echten Problem werden. Dies gilt natürlich auch für Kanarienvögel.

    Eine der wichtigsten Beschäftigungen ist der Freiflug. Die Bewegung macht den Vögeln Freude und sorgt gleichzeitig dafür, dass sie fit bleiben. Ein Zweig, der an einem erhöhen Platz befestigt wird, z.B. auf einem Schrank, dient den Kanarienvögeln zwischendurch als Lande- und Rastplatz. Auch kann man frische Zweige in das Vogelheim geben: Sie sorgen für Abwechslung und werden gerne beknabbert, besonders wenn sich junge Knospen daran finden. Deshalb verwendet man nur Zweige von bestimmten Baumarten, z.B. Obstbäumen, Haselsträuchern oder Vogelbeere. Bei der Gestaltung des Vogelheims sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Kanarienvögel weniger gerne klettern als z.B. Wellensittiche.

    Ein artgerechter Zeitvertreib ist die Nahrungsbeschaffung: An einem Kräcker® beispielsweise muss sich der Vogel sein Futter regelrecht erarbeiten – wie in der Natur.

  • Kann ich die Krallen selber schneiden?

    Es kann gelegentlich vorkommen, dass die Krallen von Kanarien zu lang sind. Zunächst sollte man aber alles unternehmen, damit dieses Problem erst gar nicht auftritt. Beim Klettern auf Sitzstangen, Ästen und Zweigen kürzen sich nämlich die Krallen ganz von selbst. Wichtig ist, dass die Äste unterschiedliche Durchmesser haben.

    Ein geübter Kanarienfreund wird die Krallen seiner Vögel notfalls selbst schneiden können. Dem Anfänger kann der Zoofachhändler, Züchter oder Tierarzt zeigen, wie es geht.

    Beim Schneiden der Krallen muss vor allem darauf geachtet werden, dass keine Blutgefäße verletzt werden, daher darf man nicht zu tief schneiden. Vor einem hellen Untergrund lassen sich die Adern leicht erkennen. Die Kralle schneidet man schräg ab, so dass wieder eine neue Spitze entsteht.
  • Brauchen Kanarienvögel Freiflug?

    In der Natur legen die wilden Vorfahren unserer Kanarienvögel weite Strecken zurück. Daher ist die Möglichkeit zum Fliegen auch für unsere Heimtiere sehr wichtig. Die Einrichtung des Vogelheimes muss dies also unbedingt berücksichtigen.

    Da Kanarien – anders als z.B. Wellensittiche – kaum klettern, brauchen sie in ihrem Heim weniger Sitzstangen und Zweige, dafür aber viel Platz zum Fliegen und Hüpfen.

    Wer keine große Voliere besitzt, sollte seinen Vögeln regelmäßigen Freiflug gönnen. Nur so kann der Kanarienvogel seine ausgezeichneten Flugkünste beweisen. Die Bewegung hilft außerdem, damit der Vogel fit und gesund bleibt. In der Wohnung müssen dazu einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: Fenster und Türen gehören geschlossen und giftige Zimmerpflanzen dürfen nur dort stehen, wo die Vögel sie nicht erreichen können. Nicht zu unterschätzen: Auch Blumenerde kann schädlich sein, wenn gedüngt wird oder die feuchte Erde schimmelt – dies ist nicht unbedingt deutlich sichtbar.
  • Wie fange ich meine Kanarienvögel wieder ein?

    Am besten gar nicht, denn jede Art des Einfangens würde den Vogel verschrecken. So wird er scheu und beim nächsten Freiflug noch weniger zur Rückkehr in sein Vogelheim zu bewegen sein.

    Am besten lockt man den Vogel mit Futter zurück. Außerhalb des Vogelheims sollte er daher nichts zu fressen bekommen. Der schnelle Kreislauf der Kanarien sorgt dann rasch für den nötigen Hunger und die Rückkehr in das Vogelheim.

    Im Notfall kann man den Raum abdunkeln oder auf den Abend warten, dann wird sich der Vogel einen Sitzplatz zum Schlafen suchen. Dort kann man ihn vorsichtig greifen, denn die Tiere sind nahezu nachtblind. Dies ist aber wirklich nur eine Notlösung, denn der Vogel wird dies als Vertrauensbruch werten – und alle Bemühungen zur Zähmung könnten zunichte sein.
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