Ratgeber Kanarienwissen

Anschaffung & Ausstattung

Tipps zum Kauf von Kanarienvögeln

Der Kanarienvogel ist gesellig, lebt allerdings in einem eher lockeren Schwarm. Wenn er allein ist, wird er sich leicht einsam fühlen – deshalb sollte man besser gleich zwei Vögel kaufen. Zwei Hennen oder ein Pärchen sind für die Gemeinschaftshaltung am besten geeignet. In einem ausreichend großen Vogelheim können aber durchaus auch mehrere Männchen gehalten werden.

Hahn oder Henne? 

Kanarienvögel kann man in fast jedem Zoofachgeschäft oder direkt beim Züchter kaufen. In der Fachsprache werden die Männchen „Hähne“ und die Weibchen „Hennen“ genannt. Äußerlich kann man sie kaum voneinander unterscheiden. Ein Merkmal zur Geschlechtsbestimmung ist allerdings die stark ausgebildete Gesangsfähigkeit der Hähne.

Gesunde Tiere erkennt man an:

  • ihrem munteren Verhalten 
  • einem glatt anliegenden Gefieder
  • klaren Augen 
  • einem sauberen Schnabel
  • einer sauberen Afterregion 

Checkliste für die Erstausstattung: 

  • Ein geräumiges Vogelheim mit Quergittern zum Klettern
  • Sitzstangen mit unterschiedlichem Umfang zur Fußgymnastik
  • Ungespritzte Naturäste als Klettermöglichkeit
  • Badehäuschen für die tägliche Erfrischung
  • Vogelsand, zum Beispiel Vita® Sandy mit Kalk und wichtigen Mineralstoffen
  • Futterschälchen oder Futterautomat, gefüllt mit Hauptfutter wie z.B. Kanarien Perle® 
  • Vogeltränke mit frischem Trinkwasser oder Vitakraft Vogel-Trank
  • Mineralstein, z.B. VITA-Fit®Mineral oder VITA® Fit Sepia plus für die Mineralstoffergänzung und Schnabelpflege
  • Kräcker® zur Schnabelpflege und artgerechten Abwechslung

Das Kanarienheim

Ein hübsches, geräumiges Vogelheim mit vielen Möglichkeiten zum Sitzen und Hüpfen ist für Kanarien ideal. Dabei sollten auch Naturäste nicht fehlen. Da die Äste in der Natur nicht immer waagerecht sind, sollten auch im Kanarienheim einige Sitzstangen schräg eingesetzt werden – ein wichtiges Training für die Fußmuskulatur.

Der richtige Platz für das Kanarienheim

An einem ruhigen, hellen Platz fühlen sich Kanarienvögel wohl. Am besten stellt man das Vogelheim in Augenhöhe auf: So haben die Vögel immer einen guten Überblick, der ihnen Sicherheit gibt.

  • Kanarienvögel vertragen weder Zugluft noch Hitze. Auch gegen starke Temperaturschwankungen sind sie empfindlich. 
  • Die Küche ist ebenfalls kein empfehlenswerter Platz, denn heiße Herdplatten und Spülwasser etc. sind für die Kanarienvögel große Gefahrenquellen.
  • Der Abstand zu elektronischen Geräten wie z.B. Fernsehgeräten, Mikrowellen, PCs etc. sollte mindestens drei Meter betragen, da Vögel auch Frequenzen wahrnehmen, die wir Menschen nicht hören können.

Haltung & Pflege

Fliegen? So oft wie möglich!

Der lebhafte Kanarienvogel braucht so oft wie möglich Gelegenheit zum Freiflug im Zimmer. Das ist nicht nur wichtig für seine Lebensfreude, sondern auch für die Gesundheit von Muskulatur und Kreislauf. Man sollte aber mit dem ersten Freiflug einige Zeit warten, bis sich der Kanarienvogel an sein neues Zuhause gewöhnt hat.

Gute Nacht!

Kanarienvögel haben im Vogelheim einen festen Schlafplatz, den sie abends aufsuchen. Beim Schlafen plustert sich der Kanarienvogel ein wenig auf, dreht das Köpfchen nach hinten und zieht manchmal ein Bein an. Der Schnabel wird tief in das Rückengefieder gesteckt.

Die Körperpflege 

Mehrmals am Tag beschäftigt sich der Kanarienvogel intensiv mit der Gefiederpflege. Menschliche Pflegeunterstützung benötigt er dabei nicht. Allerdings sollte ihm täglich die Möglichkeit zum Baden geboten werden, das ist vor allem während der Mauser sehr wichtig.

Mauser

Der Bedarf an Vitaminen, Mineral- und Aufbaustoffen ist während des Gefiederwechsels besonders hoch. Mit der Mauserhilfe für Kanarien und Waldvögel oder dem leckeren Kräcker® – speziell für die Mauser – bekommt der Vogel zusätzliche Nährstoffe, die er in dieser Zeit dringend benötigt.

Schnabelpflege 

Zur Pflege des Schnabels benötigt der Kanarienvogel einen Wetzstein, z.B. VITA Fit® Mineral oder VITA Fit® Sepia plus von Vitakraft.

Reinigung des Vogelheims

Je nach Anzahl der Vögel und Größe des Vogelheims sollte bis zu zweimal wöchentlich der Vogelsand erneuert werden. Einmal wöchentlich wird die Bodenschale heiß ausgewaschen und frischer Vogelsand eingefüllt. Dabei werden auch die Sitzstangen und anderes Zubehör, z.B. Futter- und Wassernäpfe, mit heißem Wasser gründlich gereinigt.

Einmal im Monat ist dann Großreinemachen angesagt: Dabei sollte auch das Gitter in der Bade- oder Duschwanne warm abgebraust werden. Aber bitte auf scharfen Haushaltsreiniger verzichten! 

Ernährung

Die Grundlagen der Ernährung

Auf den Kanarischen Inseln, der Heimat unserer Kanarienvögel, besteht die Grundnahrung der Vögel aus den Samen unzähliger Pflanzenarten. Daneben gibt es frisches Grün von Gräsern und Kräutern sowie Beeren und Früchte. Die Ernährung in der Heimtierhaltung sollte sich am diesem Angebot der Natur orientieren.

Das abwechslungsreiche Ernährungsprogramm von Vitakraft ist genau auf die speziellen Bedürfnisse von Kanarienvögeln abgestimmt – die beste Voraussetzung für ein langes und gesundes Vogelleben. Entsprechend den natürlichen ernährungsspezifischen Anforderungen enthält Vitakraft-Futter ausgesuchte Edelsaaten aus der Urheimat des Kanarienvogels sowie lebenswichtige Nähr- und Aufbaustoffe.

Die Futterarten

Hauptfutter: 
Ein Hauptfutter, wie beispielsweise Kanarien Perle®, deckt den Grundbedarf der Kanarien an Nährstoffen

Kräcker®: 
Die leckeren Kräcker® erfüllen gleich mehrere Funktionen: Die Tiere müssen sich ihr Futter wie in der Natur erarbeiten. Das ist gut gegen Langeweile und beschäftigt die Kanarien ganz artgerecht. Das Picken fördert gleichzeitig die Schnabelpflege 

Natur Snacks: 
Gesunde Leckerbissen wie VITA NATURE®, die das natürliche Verhalten der Vögel unterstützen, z.B. beim Abpicken der Saaten von den naturbelassenen Hirsekolben

Leckereien: 
Snacks wie z.B. die Kräcker® , Bisquiti® dienen der Abwechslung, der Belohnung und sind eine wertvolle Hilfe bei der Zähmung und Gewöhnung

Nahrungsergänzung: 
Ergänzungsfuttermittel, wie VITA Fit® Mineral oder VITA Fit® Multivitamin, dienen der Stärkung und dem Aufbau. Sie helfen, den Bedarf in besonderen Lebenssituationen zu decken, z.B. im Wachstum, nach Krankheit, bei besonders aktiven Tieren, während der Brut usw.

Tipps zur Fütterung

  • Täglich die leeren Körnerhülsen aus dem Futternapf oder -spender entfernen, neues Futter auffüllen 
  • Kräcker® zum artgerechten Knabbern und Picken anbieten – für natürliche Beschäftigung und Schnabelarbeit
  • Abwechslungsreich füttern 
  • Täglich für frisches Trinkwasser sorgen
  • Frisches Obst reichen 

Verhalten & Eingewöhnung

Verhalten

Das temperamentvolle Wesen und der fröhliche Gesang der Kanarienhähne begeistern die ganze Familie. Die Vögel können sehr zutraulich werden, wenn man sich liebevoll um sie kümmert. Kanarienvögel sind durchaus auch für Familien mit Kindern geeignet: Im Umgang mit den Kanarien können die Kleinen sehr gut lernen, Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse anderer zu berücksichtigen.

Das neue Familienmitglied

Die Zähmung bzw. Gewöhnung von Kanarien an den Menschen braucht vor allem etwas Geduld und Gespür. Am besten bleibt man selbst zunächst zurückhaltend und gibt den Vögeln die Chance, als erstes auf den Menschen zuzugehen. Eine große Hilfe sind aber auch Leckereien, mit denen man die Tiere locken kann, z.B. die Kräcker®.

Der Gesang

Das Singen ist bei Kanarien vorwiegend „Männersache“: Die Neigung zum Singen wird von den männlichen Hormonen gesteuert und ist deshalb bei den Weibchen kaum vorhanden. Mit seinem kunstvollen Gesang erhebt das Kanarienmännchen Anspruch auf sein Revier und wirbt in der Brutzeit um eine Partnerin. Während der Brut stellt das Männchen den Gesang jedoch weitgehend ein, da es hauptsächlich mit der Versorgung des Weibchens beschäftigt ist.

Die Meistersänger unter den Kanarien sind die Gesangskanarien – spezielle Zuchtformen, bei denen auf einen besonders wohlklingenden und abwechslungsreichen Gesang Wert gelegt wird. So beherrscht z.B. der „Harzer Roller“ vier Strophen (Touren): Hohlrolle, Knorre, Pfeife und Hohlklingel. Andere Zuchtformen wie beispielsweise der „Belgische Wasserschläger“ singen sogar 17 verschiedene Touren!

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