Porträts von Papageien

Gefiederte Intelligenz

Die Ursprungsländer der zahlreichen Papageienarten liegen mit Ausnahme von Europa über alle Erdteile verteilt. Mit etwa 15 Zentimetern Körpergröße können die Tiere recht klein sein – aber auch wie bei einigen Ara-Arten mit fast einem Meter sehr groß werden. In unseren Porträts haben wir die wichtigsten Daten beliebter Papageien für Sie zusammengetragen. Und: Besuchen Sie diese Seite bald wieder, denn unsere Porträts werden fortlaufend erweitert.

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Rosenköpfchen

Rosenköpfchen

Rosenköpfchen

Andere Namen

Unzertrennliche, Liebesvögel, Pfirsichköpfchen (nicht zu verwechseln mit Agapornis fischeri, der ebenfalls als Pfirsichköpfchen bezeichnet wird)

Wissenschaftlicher Name

Agapornis roseicollis

Äußere Erscheinung

Die Wildform des Rosenköpfchens ist ein etwa 15 cm großer Vogel mit zartgrünem Körper und blassroter Gesichts- und Brustpartie. An der Schwanzbasis gibt es außerdem leuchtend blaue Federn. Inzwischen gibt es auch Zuchtformen, die sich deutlich von der Wildform unterscheiden, z.B. Tiere in unterschiedlichen Grüntönen, Schecken und die vorwiegend gelben Lutinos. Jungvögel erkennt man an dem dunkleren Schnabel. Die Geschlechter kann man kaum äußerlich unterscheiden, oft sind die Weibchen jedoch etwas schwerer. Für die Zusammenstellung eines harmonischen Vogelpaares spielt das Geschlecht im Gegensatz zur persönlichen Sympathie eher eine sekundäre Rolle.

Herkunft

Westafrika. Dort bewohnen die Tiere in kleinen Gruppen Trockengebiete wie Steppen und Savannen, in deren Nähe sich jedoch immer Wasserstellen befinden.

Verhalten

Rosenköpfchen sind muntere Vögel, sehr gute Flieger und Kletterer sowie sehr gesellig bzw. partnerbezogen. Die Tiere sollten daher immer paarweise gehalten werden. Wenn sie aneinander gewöhnt sind, sind Rosenköpfchen untereinander recht gut verträglich, gegenüber anderen, vor allem kleineren Vogelarten sind sie jedoch manchmal aggressiv.

Pfirsichköpfchen

Pfirsichköpfchen

Pfirsichköpfchen

Andere Namen

Fischers Unzertrennlicher (nicht zu verwechseln mit Agapornis roseicollis, der ebenfalls als Pfirsichköpfchen bezeichnet wird)

Wissenschaftlicher Name

Agapornis fischeri

Äußere Erscheinung

Pfirsichköpfchen sind als Heimvögel sehr beliebt. Inzwischen gibt es Farbspielarten, die sich deutlich von der Wildform unterscheiden, z.B. weiße und blaue Tiere sowie die vorwiegend gelben Lutinos. Die eigentliche Wildform ist jedoch grün am Körper, mit orangerotem Gesicht. Zur Brust gibt es einen Farbverlauf ins Gelbliche. Ein erwachsenes Pfirsichköpfchen ist ca. 14 cm groß. Die Weibchen sind etwas schwerer als die Hähne, grundsätzlich kann man die Geschlechter aber kaum äußerlich unterscheiden. Für die Zusammenstellung eines harmonischen Vogelpaares ist die gegenseitige Sympathie übrigens wichtiger als das Geschlecht.

Herkunft

Natürliche Vorkommen vor allem im nördlichen Tansania. Dort bewohnen die Tiere Landstriche mit Busch- und Baumbeständen. Zur Nahrungssuche fliegen sie jedoch auch offenes Land und landwirtschaftliche Anbaugebiete für Getreide an.

Verhalten

Untereinander sind Pfirsichköpfchen recht gut verträglich, wenn sie aneinander gewöhnt sind. Manchmal sind sie jedoch aggressiv gegenüber anderen, vor allem kleineren Vogelarten. Die munteren Vögel sind sehr gute Flieger und Kletterer sowie sehr gesellig bzw. partnerbezogen. Die Tiere sollten daher immer paarweise gehalten werden.

Mohrenkopf-Papagei

Mohrenkopf-Papagei

Mohrenkopf-Papagei

Wissenschaftlicher Name

Poicephalus senegalus

Äußere Erscheinung

Der Mohrenkopf-Papagei hat einen dunkelgrauen Kopf und durch den Kontrast besonders leuchtende Augen. Am Körper überwiegt Grün als Farbe. Nur der Bauch und die unteren Federn an Flügeln und Schwanz sind leuchtend gelb. Die Geschlechter lassen sich beim Mohrenkopf-Papagei nicht anhand von äußeren Merkmalen unterscheiden. Die Geschlechtsbestimmung kann daher nur der erfahrene Tierarzt mittels einer entsprechenden Untersuchung durchführen.

Herkunft

Westafrika, z.B. Senegal und Gambia. Dort bewohnen die Mohrenkopf-Papageien lichte Wälder und Savannen.

Verhalten

In der Natur sind die Mohrenkopf-Papageien recht scheu. Als Heimtiere können sie jedoch sehr zahm und zutraulich werden. Lediglich in der Brutzeit möchten die Vögel ungestört bleiben und können andernfalls etwas aggressiv reagieren. In der Natur leben die geselligen, kleinen Papageien meist paarweise oder in kleinen Gruppen.

Graupapagei

Graupapagei

Graupapagei

Andere Namen

Es gibt zwei Unterarten, den gewöhnlichen oder Kongo-Graupapagei, Psittacus erithacus erithacus und den Timney-Graupapagei, Psittacus erithacus timneh.

Wissenschaftlicher Name

Psittacus erithacus

Äußere Erscheinung

Neben der dominierenden grauen Farbe fällt beim Graupapagei das leuchtende Rot des Schwanzes auf. Die Vögel sind etwa 35 cm groß. Geschlechtsunterschiede sind äußerlich nicht zu erkennen. Nur der Tierarzt kann mittels einer Untersuchung das Geschlecht eines Graupapageien feststellen.

Herkunft

Äquatoriales Afrika. Dort leben die Vögel in Wäldern, auch in Mangrovenwäldern in Küstennähe oder Savannen mit einem nicht zu lichten Baumbestand. Tagsüber sind sie paarweise oder in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche, nachts sammeln sich größere Gruppen an den Schlafplätzen.

Verhalten

Graupapageien sind – wie alle Papageien – sehr gesellig und sollten daher nicht einzeln gehalten werden. Von Natur aus eigentlich eher scheu und zurückhaltend, sind sie aber gleichzeitig auch neugierig und vor allem unglaublich intelligent. Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen werden die Tiere sehr zahm und zutraulich und verblüffen immer wieder durch ihr Verhalten. Ihre Sympathie und ihr Vertrauen schenken sie aber oft nur einer Person. Graupapageien sind unter den Papageien wohl die mit der größten Sprachbegabung. Sie können sogar verschiedene Stimmlagen und allerlei Geräusche sowie andere Tierlaute nachahmen.

Besonderheiten

Graupapageien können durchaus mehr als 70 Jahre alt werden.

Gelbhauben-Kakadu

Gelbhauben-Kakadu

Gelbhauben-Kakadu

Andere Namen

Großer Gelbhauben-Kakadu; es gibt zudem verschiedene Unterarten aus unterschiedlichen Herkunftsgebieten, die sich vor allem in der Größe und durch leichte Variationen in der Farbe unterscheiden.

Wissenschaftlicher Name

Cacatua galerita

Äußere Erscheinung

Mit 50 cm Größe, den weißen Federn und der stattlichen gelben Haube sind die Gelbhauben-Kakadus wirklich beeindruckende Tiere. Die Geschlechter lassen sich nicht am Federkleid unterscheiden. Bei genauer Betrachtung kann man jedoch leichte Unterschiede im Auge, genauer in der Irisfarbe, erkennen. Männchen haben eher eine schwarze, Weibchen eine rotbraune Iris.

Herkunft

Australien, Tasmanien, Neuguinea. Dort leben die Vögel paarweise oder in kleinen Schwärmen, vor allem in lichten Wäldern und an Waldrändern. Sie begeben sich auf Nahrungssuche aber auch auf landwirtschaftliche Anbauflächen – allerdings können sie dort großen Schaden anrichten.

Verhalten

Kakadus sind intelligent, sensibel und fordern von ihrem Halter viel Aufmerksamkeit. Da sie ungewöhnlich zahm und mit dem Menschen vertraut werden, sind sie als Heimvögel sehr beliebt. Unter den Kakadus besitzt der Gelbhauben-Kakadu vielleicht das größte Sprachtalent. Auch lernen die Tiere manchmal kleine Kunststücke, was zeigt, dass die Tiere viel Beschäftigung benötigen. Zudem sind Kakadus sehr gesellige Tiere, die unter Einsamkeit leiden, wenn sie als Einzeltier gehalten werden, und dann sogar Verhaltensstörungen entwickeln können. Kakadus besitzen einen sehr kräftigen Schnabel, den sie auch einsetzen wollen. Das wird leider oft als Zerstörungswut gedeutet. In einem artgerechten Papageienheim mit geeigneten Knabbermöglichkeiten ist dies jedoch kein Problem.

Blaustirn-Amazone

Blaustirn-Amazone

Blaustirn-Amazone

Andere Namen

Je nach Färbung der Federn am Flügelbug auch Rotbug-Amazone oder Gelbbug-Amazone

Wissenschaftlicher Name

Amazona aestiva

Äußere Erscheinung

Die Blaustirn-Amazone ist überwiegend grün mit einer blauen Stirn. Die grünen Federn sind meist dunkel gesäumt, was z.B. an den Flügelspitzen auffällt. Außerdem gibt es variable gelbe Bereiche an Kopf, Brust und am sogenannten Bug der Flügel. Dort und an der Schwanzbasis findet man auch rote Federn. Zwischen den Geschlechtern sind äußerlich kaum Unterschiede zu erkennen. Zwar haben Weibchen oft eine etwas zartere Kopfpartie, dies ist jedoch kein sicheres Merkmal. Nur der erfahrene Tierarzt kann mittels einer entsprechenden Untersuchung das Geschlecht sicher feststellen.

Herkunft

Natürliche Vorkommen vor allem in den Wäldern Brasiliens und Argentiniens. Dort leben die Tiere paarweise oder in kleinen Gruppen. Nachts versammeln sich größere Gruppen auf den Schlafbäumen.

Verhalten

Die Blaustirn-Amazone wird auch bei Paarhaltung schnell zahm. Vom Wesen her ist sie aktiv und lebhaft. Dieser gesellige Vogel lebt meist ein ganzes Leben monogam in einer Partnerschaft. Diese Amazone kann durchaus etwas laut werden und hat einen starken Knabbertrieb.

Besonderheiten

Bei der Haltung in Innenräumen ist auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu achten (60 bis 70 %). Zusätzlich baden Blaustirn-Amazonen gerne oder lassen sich duschen.

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